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Diskussion zu rassistischer Bakk-Arbeit an FH

Wie der Standard gestern abend berichtete, wurde an der FH Joanneum eine Bachelorarbeit für den Studiengang Logopädie akzeptiert, deren Inhalt und Argumentation unkritisch Bezug nimmt auf rassistische, pseudo-wissenschaftliche Theorien. Abgesehen davon, dass die in der Arbeit vorgenommene Einteilung der Weltbevölkerung auf Rassen nach heutigem Konsens unhaltbar und historisch betrachtet mehr als fragwürdig ist, setzt der Autor explizit “Rasse” in einen kausalen Zusammenhang mit z.B. Intelligenz – auch das wissenschaftlich unhaltbar und politisch problematisch.

Der Grund, warum wir euch auf diese Geschehnisse aufmerksam machen: Der Autor ist einerseits MA-Absolvent unseres Instituts, andererseits arbeitet er publizistisch immer noch mit einem der Mitarbeiter zusammen. Als StV sind wir der Meinung, dass rassistische Ansichten im akademischen Betrieb nichts zu suchen haben, schon gar nicht, wenn versucht wird, sie unter dem Deckmantel der (Sprach-)Wissenschaft in den Diskurs einzubringen. Wir betrachten solche Bestrebungen als Beleidigung der Menschheit und als Beleidigung der Wissenschaft. Die mögliche Rufschädigung unseres Instituts als Folge dieser Arbeit sei nur am Rande erwähnt

Wir wollen mit euch über diese Ereignisse und vor allem ihren Bezug zu unserem Institut sprechen. Weiters wollen wir euch die Möglichkeit geben, eure Meinung in diese Debatte einzubringen und zu diskutieren. Zu diesem Zweck treffen wir uns am Dienstag, 21. Mai, um 18:45 in unserem Seminarraum (SR 33.3.211). Als StV würden wir uns freuen, wenn möglichst viele von euch erscheinen und wenn am Ende dieser Diskussion eine gemeinsame Stellungnahme der Studierenden der Sprachwissenschaft zustandekommt.